So macht Gassi gehen (wieder) Spaß

Immer wieder begegnen mir Menschen, die den Eindruck erwecken, als wäre der Spaziergang mit dem Hund nur eine lästige Pflicht. Neulich traf ich eine Frau, ihr Hund trottete lustlos neben ihr her. Sie selbst zog ein Gesicht, als würde in den nächsten Minuten die Welt untergehen. Ich lächelte sie an, sagte “Hallo”. Ein gequälter Gruß kam zurück, immerhin…

Szenenwechsel: Mensch tritt mit seinem Hund aus dem Haus. Kaum hat das Gespann das Grundstück verlassen, ist beim Zweibeiner auch schon das Handy am Ohr. Gleiches fällt mir auch bei vielen Müttern mit Kinderwagen auf. Frei nach dem Motto: Wenn ich schon raus muss, kann ich wenigstens telefonieren, dann ist es nicht so langweilig…

Für mich ist das nur schwer nachzuvollziehen. Es ist doch so toll, sein Leben mit einem Hund zu teilen! Selbstverständlich fühlen wir uns nicht immer gleich. Wer kennt sie nicht, diese Tage, an denen sich scheinbar die ganze Welt gegen einen verschworen hat und an denen einfach alles schief läuft? Doch spätestens, wenn ich an so einem Tag nach Hause komme und meine Hunde mir entgegen laufen, ist die Stimmung sofort ein wenig besser. Wenn ich dann einige Zeit später zur Gassirunde aufbreche, heißt es für mich: Feierabend – jetzt kann ich entspannen.

Meine Tipps für mehr Spaß beim Gassi gehen

  • Gehe nicht immer die gleiche Runde oder starte deinen Weg doch mal in die umgekehrte Richtung. Erweitere die gewohnte Strecke oder Kürze sie ab, je nach Lust und Laune.
  • Baue Trainingseinheiten in den Spaziergang mit ein. Wiederhole grundlegende Übungen oder bringe deinem. Hund etwas Neues bei.
  • Wenn man nur stumm geradeaus geht, kommt schnell Langeweile auf. Biete deinem Hund zwischendurch immer wieder Beschäftigung an. Sei dabei kreativ und schau hin, was die Natur für dich bereit hält. Als Beispiele seien hier Baumstämme, Findlinge, Bänke oder Laub (im Herbst) genannt.
  • In deiner Nachbarschaft gibt es Hunde, mit denen sich dein Hund gut versteht? Dann verabrede dich doch mit dessen Frauchen oder Herrchen zu einer Spontanen Gassi-Runde.

Ausgehen mit Rica und Bobby

Bei uns hat es sich im Lauf der Zeit ergeben, dass wir den Hunden ankündigen, wenn es Zeit zum Gassigehen ist. Sagt mein Mann oder ich das Wort „ausgehen“, hüpfen zwei Vierbeiner aufgeregt Richtung Haustür. Die Vorfreude bei den beiden ist groß, denn sie wissen, dass gleich wieder Spaß haben angesagt ist.

Ich gebe zu, wir haben hier außerordentlich gute Bedingungen, und das weiß ich auch sehr zu schätzen. Das Wohngebiet, in dem wir leben, befindet sich am Stadtrand. Unsere Straße grenzt direkt an einen kleinen Park. Dorthin führt uns zunächst unser Weg. Nach ca. 50 m kommen wir zu einer Wiese. Hier verweilen wir erst einmal und machen unterschiedliche Sachen, je nach Lust und Laune. Das kann z. B. eine Auffrischung des “Hunde-Einmaleins” oder ein Suchspiel sein. Auf “unserer” Wiese bleiben wir oftmals bis zu 30 Minuten.

bobbywieseWir verlassen den Park, müssen eine Straße überqueren. Auf der anderen Seite steht wieder ein “Sportgerät” für uns bereit. Es handelt sich um zwei Findlinge, der eine recht groß, der andere etwas kleiner. Rica liebt es auf diese Steine zu springen und auch Bobby, der anfangs noch Angst vor den grauen Ungetümen hatte, macht inzwischen einen gekonnten Sprung nach oben.

ricasteinWeiter geht es zur nächsten “Station”. Dort befinden sich zwei Bänke. Für einen Hund von kleiner bis mittlerer Größe eine gute Möglichkeit, darunter hindurch zu krabbeln…

Wir setzen unseren Weg fort durch einige ruhige Straßen unseres Wohngebietes. Hier gibt es zunächst ein bisschen Abwechslung für Frauchen, denn wer schaut nicht gern mal in andere Vorgärten? 🙂

Wir erreichen die nächste kleine Grünanlage. Dort liegen einige Baumstämme herum. Zeit für meine Hunde, um darauf zu balancieren. Daran haben sowohl Rica als auch Bobby großen Spaß. Wenn die beiden genug vom Balancieren haben, treten wir den Rückweg an. Von hier aus ist es auch noch ein gutes Stück bis zu uns nach Hause, auf dem wir einfach nur die Natur genießen. Zuhause angekommen sind wir dann alle glücklich und zufrieden. Von den Hunden bekommen wir die nächsten Stunden nicht all zu viel mit, denn die sind müde. Sie schlafen tief und fest.

Für unsere Spaziergänge lautet die Devise Alles kann, aber nichts muss. Wenn ein Hund gerade keine Lust hat, auf einen Stein zu springen muss er das auch nicht, oder wir machen eben etwas anderes. Ich bin ein absoluter Gegner von Druck und Zwang! Wenn ich an bestimmten Punkten Druck aufbauen würde, hätte niemand etwas davon, weder die Hunde noch wir Menschen. Die Beschäftigung mit dem Hund soll doch in erster Linie Spaß machen, und zwar für Mensch und Hund!

Natürlich fällt nicht jede Gassirunde bei uns so ausführlich aus. Manchmal ist einfach weniger Zeit vorhanden als an anderen Tagen. Auch wenn es wie aus Eimern schüttet, kürzen wir die Runde meistens ab, denn bei Regen sind auch meine Hunde nicht so gerne draußen.

Schlusswort

Die Spaziergänge mit meinen Hunden sind für mich eine echte Bereicherung. Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile gegenüber den Nachteilen. Für mich bedeuten unsere Runden immer eine Auszeit vom Alltag. Die Zeit, die ich draußen verbringe, gehört nur mir und meinen Hunden. Das Handy bleibt dann übrigens zuhause, es sei denn, ich möchte unterwegs Fotos machen.

Während des Spaziergangs kommuniziere ich mit meinen Hunden und bringe ihnen etwas bei. Das stärkt die Beziehung zwischen Hund und Hundehalter.

Falls du zu den Hundehaltern gehörst, bei denen sich die Routine in den Gassirunden breit gemacht hat, hoffe ich, dir mit diesem Artikel neue Denkanstöße gegeben zu haben. Hast du Fragen, Anregungen oder Kritik? Was macht ihr so auf euren Gassirunden? Verrate es mir gern in einem Kommentar.

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17 Kommentare zu „So macht Gassi gehen (wieder) Spaß“

  1. Also ich gehe auch gerne mit Socke spazieren, wir üben, wir rennen und machen Suchspiele und viele Fotos. Und dennoch habe ich Phasen, wo ich nicht so gut drauf bin, wo ich traurig bin oder wütend. Es gibt Tage, an denen ich müde bin oder in Gedanken ganz woanders. Und gerade dann, wenn es mir schlecht geht tut mir der Gassigang mit Socke besonders gut. Einfach raus und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Dann kann es auch sein, dass ich mürrisch gucke oder in Gedanken nicht grüße. Und natürlich gehe ich ans Handy, denn es könnte etwas mit meinem mann sein. Ist es eine Freundin verschiebe ich gerne das Telefonat. Insofern kann ich Deine Ausführungen gut verstehen, muss aber zugeben, dass ich auch die andere Seite kenne.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    1. Hallo Sabine,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Natürlich gibt es auch bei mir Zeiten, wo ich einfach gar keine Lust habe, raus zu gehen. Etwa, wenn es junge Hunde regnet oder ein nerviger Arbeitstag hinter mir liegt. Solche Phasen sind normal. In Sachen Handy bin ich vielleicht etwas altmodisch (bin ja auch nicht mehr die Jüngste *lach*). Ich nutze mein Handy auch viel und gerne, nehme mir davon aber immer wieder auch mal eine Auszeit und lasse es zuhause. Was ich allerdings kritisch sehe ist, dass dadurch bei vielen Menschen die Aufmerksamkeit für ihre Umgebung gen Null sinkt. Heute Mittag wäre mir beinahe ein junges Mädchen vors Fahrrad gelaufen, weil sie mit ihrem Handy beschäftigt war und scheinbar nicht gemerkt hat, dass sie sich schon auf dem Radweg befand. Und so unaufmerksam sehe ich eben auch viele Leute mit Hunden durch die Gegend laufen. So hat eben vieles seine zwei Seiten.
      Ich wünsche dir ein tolles Wochenende. 🙂

      Lieben Gruß
      Bettina mit Rica und Bobby

  2. Pingback: Willst du wirklich einen Hund? - Ricas Dogblog

  3. Hallo Sabine,
    Danke für den tollen Beitrag. Ich habe mich in deinen Beschreibungen wiedergefunden. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist das spazieren gehen seht öde und ich quatsche dann viel in mein Handy, so dass die Hunde nicht mehr im Vordergrund stehen. Das wollte ich jetzt wieder ändern und bin auf deine Seite gestoßen. Werde mir jetzt meine Sportsachen anziehen und eine Runde joggen, denn darauf stehen meine beiden Schnüffler total.
    Liebe Grüße Jana

    1. Hallo Jana,
      schön, dass dir mein Beitrag gefällt. Ich gebe zu, dass auch mir das Gassi gehen momentan nicht immer leicht fällt und dass unsere Runden öfter kürzer ausfallen, als sie sein sollten. Der Himmel ist trüb, die Wege und Wiesen matschig. Das kostet manchmal Überwindung. Aber wir gehen hoffentlich bald dem Frühling entgegen, und dann sind wir auch wieder gern draußen. 🙂
      Liebe Grüße
      Bettina mit Rica und Bobby

  4. Ich bin gern draussen mit Baku! Wenn es mir mal nicht so gut geht gehen wir in den Wald. Da gibt es immer etwas zu schnüfeln. Mir tut dann die Ruhe gut und es gibt auch für mich immer etwas zu sehen. Weil meine Fellnase leider wegen seines starken Jagdtriebes immer an der Leine bleiben muss nehmen wir so oftves geht die Schleppleine damit kann man auch tolle Spiele machen. Von Ball werfen bis Leckerlie jagen. ( runde Lecker so werfen das sie über die Straße rollen.) Sachen verstecken und ach ja, das blöde Frauchen verliert dauernd ihre Handschuh. Berenzungspfähle sind für uns Slalomstangen und auch auf Mauern lässt es sich wunderbar balncieren. Besonders stolz ist Balu wenn er mal mit einkaufen darf. Hier gibt es ein paar Geschäfte da darf er mit hinein. Die Angestellten freuen sich immer wenn er dann seine Kunststückchen vorführen darf. Das findert er so toll das er stumpf stehen bleib wenn wir mal so daran vorbeigehen wollen. Manchmal fahren wir auch mit dem Bus ganz woanders hin. Da gibt es dann viel zu schnüffeln und zu sehen, für uns beide.
    Liebe Gruesse, Marita

  5. Hallo Marita,
    schön, dass ihr beim Gassi gehen so viel Spaß habt. Ich bin auch meist gern mit meinen Hunden unterwegs, und wenn nicht, geht es mir auch nicht so gut. Rica und Bobby kommen auch öfter an die Schleppleine, denn gerade Rica ist so eine, die gern mal „butschern“ geht und den Rückruf ignoriert. Aber die Schlepp ist eine gute Alternative.
    Liebe Grüße
    Bettina mit Rica und Bobby

  6. Hallo mein Hündin ( Labrador erst ein Jahr alt) zieht wenn man sie nicht zurechtweist immer an der Leine auch wenn ich sie von der Leine frei laufen lassen möchte habe ich oft ein schlechtes Gefühl weil sie sich nicht so gut anrufen lässt und wenn dann noch irgendwo ein Hund ist freut sie sich und rennt sofort zu ihm dann ist sie auch nicht mehr zu halten (auch so an der Leine) so macht das gassi gehen leider keinen Spaß mehr.
    Hast du vielleicht ein paar Tipps für mich?
    Lg Alexandra

    1. Hallo Alexandra,

      wie habt ihr denn die Leinenführigkeit trainiert? Und was meinst du mit „zurechtweisen“? Warte nicht erst, bis dein Hund Fehler macht. Belohne statt dessen das richtige Verhalten (also laufen an lockerer Leine).
      Nach deinen Schilderungen rate ich dir, zunächst an der Leinenführigkeit zu arbeiten. Übe zuerst in einer ablenkungsfreien Umgebung (z.B. in der Wohnung oder im Garten). Lobe bzw belohne deinen Hund ausgiebig für das Gehen an lockerer Leine. Auch, wenn das am Anfang nur ein bis zwei Schritte sind. Wenn der Hund zieht, bleibst du kommentarlos stehen. Dreht er sich um und die Leine wird locker, ausgiebig loben! Steigere die Ablenkung langsam. Ich weiß, das kann eine echte Geduldsprobe sein.

      Trainierst du mit Markersignal? Überlege dir, ein solches einzuführen. Damit kannst du erwünschtes Verhalten gezielter belohnen. Ich habe darüber auch in einem Blogartikel geschrieben, wie das geht und welche Vorteile es hat.

      Wenn du allein nicht zurechtkommst, suche dir eine Trainerin oder einen Trainer, der über positive Verstärkung arbeitet und in Einzelstunden mit dir an der Leinenführigkeit und am Rückruf arbeitet. Ein Trainer kann dich anleiten und direkt im Training Hinweise geben.

      Ich hoffe, ich konnte dir zumindest ein klein wenig helfen. Aber das ist ein sehr komplexes Thema, das sich nicht in wenigen Sätzen abhandeln lässt. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Training. Ihr kriegt das hin! 🙂
      LG Bettina mit Rica und Bobby

  7. Liebe Bettina,
    Danke für deinen Bericht. Mir (uns) geht es fast genauso wie dir. Meine Anouk (Franz. Bulldogge) und ich sind zwei Freunde, die zusammen die Welt entdecken und möglichst viel Spaß zusammen haben wollen. Jeder Tag ist anders und dass ist das Schöne daran. In jungen Jahren habe ich sie darauf trainiert, auf alles zu springen was uns so in die Quere kam. Sie hatte große Freude daran! Leider ein großer Fehler, mit 2,5 Jahren erlitt sie einen schweren Bandscheibenvorfall mit Lähmungserscheinungen. Nach überstandender OP und anschließend 1 Jahr physiotherapie mussten wir uns was neues einfallen lassen, da springen ab sofort tabu ist. Anouk wollte aber trotzdem springen, es macht ihr einfach nach wie vor verdammt viel Spaß. Also gab’s jetzt für Jedes Hindernis und jede Erhöhung auf die sie NICHT springt ein Leckerchen. Hat gedauert, aber jetzt hab ich so viel Spaß und viele Situationen in denen ich laut lachen muss, weil sie immer wieder etwas Neues entdeckt, auf das man theoretisch springen könnte sie aber nicht tut. Dann steht sie davor und guckt mich erwartungsvoll an. Ich bin so stolz auf sie und wir suchen uns immer wieder neue Runden damit die Suche auf neue Hindernisse immer wieder spannend wird. Für uns ist jeder Spaziergang Zeit, die wir nur zusammen verbringen und genießen Sie sehr. Und natürlich lass ich mir zusätzlich noch einiges einfallen, damit es abwechslungsreich wird. Ich bin Dr Meinung, auf einer Gassi Runde lernt man seinen Hund auf eine ganz andere Art kennen als Zuhause.
    Alles Liebe, Jasmin und Anouk

    1. Liebe Jasmin,
      Das hört sich ja nach einer richtig tollen Mensch-Hund-Beziehung an! Super finde ich, dass ihr nach dem Bandscheibenvorfall nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern das Beste draus macht und Spaß habt. Das ist genau die richtige Einstellung, weiter so! Ich wünsche dir noch viele tolle Jahre mit deiner Fellnase.
      LG Bettina mit Rica und Bobby

  8. Hallo Bettina.
    Habe deinen Bericht gerade erst gelesen und stimme dir voll zu!
    Ich gehe jeden Morgen nach dem aufstehen, mit unserem Hund Sam an einem See in der Nähe spazieren, während mein Mann die Brötchen holt!
    Es gibt Tage an denen ich gerne noch länger schlafen würde aber wenn wir dann aus dem Haus gehen, merke ich wie schön es ist und wie gut es mir/uns tut! Meistens treffen wir mindestens zwei andere Hunde und Herrchen bzw Frauchen. Eine kurze Unterhaltung – während die Hunde sich beschnüffeln – muss dann immer sein. Selbst im Regen mit Gummistiefel und Regenjacke und natürlich mit Ballschleuder und Ball „bewaffnet“ haben wir Spaß. Gerade an regnerischen Tagen finde ich es toll, weil wir dann fast immer alleine sind und ich mich ganz auf Sam konzentrieren kann! Mein Handy nehme ich eigentlich nur zur Sicherheit mit!
    Wenn wir zurück kommen wird gefrühstückt, während Sam schläft!
    Ich liebe diese morgendlichen Spaziergänge. Glücklicherweise ist mein Mann Andreas immer Zuhause , sodass wir mittags fast immer gemeinsam mit Sam gehen können.
    Wir genießen das sehr und können gar nicht verstehen das manche Leute mit langen Gesichtern ihre Hunde ausführen.
    Ganz liebe Grüße, Andrea, Andreas und Sam

  9. Hallo Sabine, mir geht es wie dir…der Tag kann noch so schlecht sein, wenn ich nach hause komme und mit meiner Amy durch den Wald streifen kann, fällt jeder Stress von mir ab. Mittlerweile ist Amy eine ältere Dame und unsere Spaziergänge sehen anders aus als noch vor 2 Jahren. Aber wir mögen es auch einfach mal Pause zu machen und uns im Wald unter die Bäume zu setzen.
    Liebe Grüße Andrea mit Amy

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  12. Ich kann leider auf Grund einer Verletzung nicht mehr gut gehen, Gassigehen geht nicht mehr ohne große Schmerzen, dafür ist also mein Mann zuständig. Es gibt aber Notfälle, wenn er z.B. Blinddarm operieren muss etc. Ich habe dem Hund daher angewöhnt, neben mir am Rad zu laufen. Da wir in der Stadt wohnen, muss ich anfangs auf Gehwegen unterwegs sein, was ja nicht erlaubt ist (das Radfahren am Gehweg). Also weiche ich auf die späten Abendstunden und frühen Morgenstunden aus, wenn kaum jemand am Weg ist. Es hat ein paar Versuche gebraucht, aber nun freut sich der Hund, wenn ich mit ihm Radfahren gehe, da er genau seine Laufgeschwindigkeit wählen kann (das ist schneller als beim Gehen – er darf auf Geraden vorlaufen) und ich am Fahrrad sitzend alle Zeit für sein Schnüffeln habe. Nur im Winter bei Schneefall ist es ein wenig ungut. Früher haben wir auch mal „Schnelllaufen“ gespielt, aber jetzt ist er zu alt dafür.

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