Quick-Tipps für den Hundealltag: Erste Hilfe bei leichter Magenverstimmung

Zuallererst wünsche ich dir ein frohes neues Jahr sowie Glück, Gesundheit und Erfolg für 2017. Gleich zu Beginn des neuen Jahres starte ich mit einer Neuerung auf dem Blog. Quick-Tipps für den Hundealltag heißt meine Artikelserie, in der ich mir in unregelmäßigen Abständen verschiedene Themen der Hundehaltung vornehme. Ich berichte dir von meinen Erfahrungen und gebe dir Tipps, die du schnell und ohne viel Aufwand im Alltag mit deinem Vierbeiner umsetzen kannst.

In meinem ersten Beitrag dieser Reihe erfährst du, wie du deinem Hund helfen kannst, wenn er sich eine leichte Magenverstimmung zugezogen hat.

Erste Hilfe bei MagenverstimmungDie Symptome

Deinem Hund geht es nicht gut. Du kannst deutlich hören, wie es in seinem Bauch rumort. Er ist matt oder er läuft unruhig herum. Er leckt an Teppichen, Decken oder Polstermöbeln. Vielleicht erbricht er auch. Innerhalb von zwölf Stunden sollte jedoch eine deutliche Besserung eintreten.

Wann zum Tierarzt?

Sollte sich der Zustand deines Hundes zusehends verschlechtern, weitere Symptome hinzukommen oder keine Besserung nach einigen Stunden eintreten, ist der Gang zum Tierarzt ratsam. Es könnte eine Erkrankung dahinter stecken, die es herauszufinden gilt.

Erste Hilfe

Gras fressen

Ich halte es für sehr sinnvoll, einem schwächelnden Hund genau zu beobachten und seine Bedürfnisse zu berücksichtigen. Vor einigen Wochen plagten Bobby Magenprobleme, wie ich sie oben beschrieben habe. Er hat uns deutlich zu verstehen gegeben, dass er nach draußen wollte. Er musste sich jedoch weder lösen noch übergeben, sondern wollte einfach nur Gras fressen. Es gibt verschiedene Gründe, warum Hunde Gras fressen. Bobby wollte damit für sich Erleichterung herbeiführen. Deshalb habe ich ihn Gras fressen lassen, solange er wollte. In unserem Garten, in dem wir weder Pflanzenschutzmittel noch Chemiedünger einsetzen, kann ich das auch bedenkenlos machen.

Doch auch wenn du keinen Garten hast, kannst du deinem Hund Gras zur Verfügung stellen. Im Zoofachhandel gibt es Saatgut für Katzengras in kleinen Gefäßen. Dieses Saatgut wird einfach mit Wasser aufgegossen. Schon nach wenigen Tagen beginnt das Gras zu wachsen. Nach ca. 14 Tagen ist es soweit gediehen, dass du es deinem Vierbeiner zum Fressen anbieten kannst.

Ruhe gönnen

Wir kennen es von uns selbst: Wenn wir uns nicht gut fühlen, wollen wir am liebsten unsere Ruhe haben. Das geht unseren Hunden ähnlich, und deshalb solltest du deinen Hund schlafen und ruhen lassen, wenn er es möchte und solange er es möchte. Er wird von selbst aufstehen, wenn es ihm wieder besser geht. Trainingseinheiten müssen dann nicht sein. Spaziergänge dürfen durchaus kürzer ausfallen.

Fasten und anschließend Diät

Hat dein Hund erbrochen, sollte er in den nächsten Stunden zunächst einmal überhaupt nichts fressen, damit sich der Magen beruhigen kann. Geht es deinem Hund wieder besser, kannst du ihm langsam wieder kleine Mengen anbieten.

Ich habe hier hervorragende Erfahrungen mit Haferflocken gemacht. Dazu gebe ich die benötige Menge Haferflocken in ein Gefäß, übergieße die Flocken mit kochendem Wasser (Wassermenge = soviel dass die Haferflocken gerade bedeckt sind). Hinzu kommt noch eine Prise Hühnerbrühe. Dann lasse ich das Ganze quellen und abkühlen.
Nach und nach mische ich dann zu den Haferflocken wieder das normale Futter. Meine Hunde bekommen kein Fertigfutter, sondern frisches Fleisch. Bei Magenproblemen gibt es immer erst Geflügel. Der Fleischanteil im Futter wird langsam gesteigert.

Abraten möchte ich dir von der Gabe von Trockenfutter, wenn dein Hund Magenprobleme hat. Trockenfutter quillt im Magen stark auf, was nicht gerade zur Besserung seines Gesundheitszustandes beitragen dürfte.


Hatte dein Hund auch schon mit leichten Magenverstimmungen zu tun? Wie bist du damit umgegangen und was hast du ihm gefüttert, als es ihm wieder etwas besser ging. Verrate es mir gern in einem Kommentar.

 

4 Kommentare zu „Quick-Tipps für den Hundealltag: Erste Hilfe bei leichter Magenverstimmung“

  1. Gottseidank hatte Lady noch nie eine starke Magenverstimmung. Sie frisst aber regelmäßig Gras, das dürfte ihr helfen. Danke für den tollen Artikel. LG Claudia

  2. Wenn es meinen Hunden nicht so gut geht, evtl. Sogar erbrochen haben oder durchfall dabei ist, gibt es ganz lang gekochte möhren- mindestens 90 Minuten. Davon dürfen sie soviel fressen, wie sie wollen. Geht alles gut, wird mit hüttenkäse gemischt. Nach 2 tagen wieder normales Futter. Wir barfen.

    1. Hallo Monika,
      danke für deinen Kommentar. Möhren sind ein guter Tipp, die mögen meine beiden total gerne. Wir barfen auch.
      LG Bettina mit Rica und Bobby

  3. Pingback: Moro'sche Möhrensuppe: So machst du sie im Thermomix - Ricas Dogblog

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